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  • Elisabeth-Krankenhaus Rheydt, Foto: Städtischen Kliniken Mönchengladbach

    Elisabeth-Krankenhaus Rheydt, Foto: Städtischen Kliniken Mönchengladbach

  • Chefarzt der Gefäßchirurgie Dr. med. Johannes Kaenders, Ltd. Oberarzt der Gefäßradiologie Dr. med. Karl-L. Hajeck, Niedergelassener Gefäßmediziner Dr. med. Christoph Nielen, Foto: Städtischen Kliniken Mönchengladbach

    Chefarzt der Gefäßchirurgie Dr. med. Johannes Kaenders, Ltd. Oberarzt der Gefäßradiologie Dr. med. Karl-L. Hajeck, Niedergelassener Gefäßmediziner Dr. med. Christoph Nielen, Foto: Städtischen Kliniken Mönchengladbach

  • Logo Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie, Anerkanntes Gefäßzentrum

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2. Quartal 2019 | Anzeige

Man ist so alt wie seine Gefäße

Hochqualifiziertes Gefäßzentrum am Elisabeth-Krankenhaus Rheydt

Es scheppert vernehmlich in der kleinen Kunststoffdose. Der Inhalt stamme aus der Arterie einer 57-Jährigen, erklärt Dr. Johannes Kaenders, Chefarzt der Gefäßchirurgie die Kalkstückchen: „Das sind Ablagerungen aus der Leistenarterie der Frau. Sie hatte die typischen Beschwerden, konnte kaum noch längere Strecken gehen.“ Die Operation verhelfe ihr wieder zu mehr Lebensqualität.

Für den Chirurgen an den Städtischen Kliniken sind solche Operationen Alltag: „Wir machen das drei- bis viermal in der Woche.“ Insgesamt zählt er pro Jahr „rund 800 arterielle Eingriffe.“

Schon ab Mitte 20 schwindet die Elastizität der Gefäße

Der aktuelle Fall sei zuvor in der wöchentlichen Gefäßkonferenz besprochen worden: „Dies ist in unserem Gefäßzentrum die wichtigste Institution. Vor allem wird die Frage geklärt, ob zwingend operiert werden muss oder es eine andere Möglichkeit gibt.“

Neben dem Leiter der Gefäßradiologie Dr. Karl-L. Hajeck, ist auch Dr. Christoph Nielen von der Gemeinschaftspraxis GPG dabei, einer der Partner des Gefäßzentrums. Etwa 1.000 Patienten im Jahr werden in der Gefäßkonferenz besprochen, deutlich mehr kommen in die Gefäßsprechstunde am Eli.

Gefäßerkrankungen werden mit zunehmendem Alter wahrscheinlicher, so Nielen: „Schon ab Mitte 20 schwindet die Elastizität der Gefäße.“ Man sei so alt wie seine Gefäße, meint auch Kaenders: „Das gilt auch für einen äußerlich jungen Menschen.“ Risikofaktoren seien Alter, Veranlagung, Rauchen, hoher Blutdruck oder auch Diabetes: „Die Kombination aus diesen Faktoren ist dann die Katastrophe, die in der Gefäßmedizin auf uns zukommen.“

Oft mache Scham das Problem größer, „weil die Betroffenen nicht zugeben wollen, dass sie mit dem Rauchen nicht aufhören können“, so Dr. Kaenders, „es muss sich niemand schämen. Wir sprechen nämlich von einer Krankheit und nicht von einer Charakterschwäche.“ Der Angiologe Dr. Nielen setzt vor allem auf Bewegung, „um eine beginnende Gefäßerkrankung in den Griff zu bekommen.“

Alter, Veranlagung, Rauchen, hoher Blutdruck oder auch Diabetes sind Risikofakoren

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