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Fachärzte für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie: Jörg Weyel und Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange, Foto: Dr. Dr. Lange & Weyel

4. Quartal 2019 | Anzeige

Kleinere Implantate - Weniger kann mehr sein

Zahnlücken sollen aus kosmetischer und medizinischer Sicht geschlossen werden. Patienten stehen vor der Wahl: Klassische Krone, Brücke oder implantatgetragene Lösung. Die Vorteile von Zahnimplantaten sind den Meisten bewusst. Viele zögern jedoch, weil sie die Behandlung als aufwändig, lang und teuer einschätzen oder einen komplizierten Knochenaufbau fürchten. Unsere Redaktion sprach im Menge Haus mit den zertifizierten Implantologen Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange und Jörg Weyel darüber, wie sich verlorene Zähne ersetzen lassen.

Redaktion: Was tun, wenn im Laufe des Lebens Lücken im Gebiss entstehen?

Jörg Weyel: Werden Zahnlücken über einen längeren Zeitraum nicht behandelt, können sich die Nachbarzähne verlagern. Dies kann zu Störungen in der Kaumuskulatur und den Kiefergelenken führen, die Kieferschmerzen und Kiefergelenkschäden verursachen. Um Lücken zu schließen und eine harmonische Kaufunktion wieder herzustellen, bieten vollkeramische Kronen und Brücken unseren überweisenden Kollegen einen langlebigen, natürlich aussehenden und ästhetisch anspruchsvollen Zahnersatz.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Um eine klassische Brücke zu befestigen, müssen die Nachbarzähne Zähne beschliffen werden. Eine implantatgetragene Lösung schont gesunde Zahnsubstanz. Bei einer Implantatversorgung ersetzt das Implantat die verlorene Wurzel. Die Nachbarzähne bleiben erhalten. Das eingeheilte Implantat leitet die Kaukräfte in den Kieferknochen. Dieser bleibt durch die natürliche Belastung vital. Redaktion: Ist eine Implantatbehandlung heutenoch so aufwändig wie in der Vergangenheit?

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Dank dreidimensionaler Diagnostik und der Entwicklung neuer Implantatdesigns können wir Implantate gewebeschonender, mit nur minimalen Schnitten und oft auch ohne vorherigen Knochenaufbau setzen. Eine Implantation ist für Patienten deutlich komfortabler geworden. Auch bei einer anspruchsvollen Knochensituation können wir im Menge Haus Patienten eine minimal invasive Implantation anbieten.

Jörg Weyel: Wir haben beste Erfahrungen mit kürzeren Implantaten, die ohne Knochenaufbau bei nur geringer vertikaler Knochenhöhe sicher implantiert werden können. Je nach anatomischer Situation können wir mit kürzeren oder durchmesserreduzierten Implantaten eine langfristige Stabilität für den sicheren Sitz des Zahnersatzes erreichen. Die besondere Geometrie der Implantate und spezielle Implantatoberflächen unterstützen den Prozess der Einheilung und sorgen für eine sehr gute und stabile Verbindung von Implantat und Knochen. Wissenschaftliche Untersuchungen zu den kürzeren oder durchmesserreduzierten Implantaten zeigen gleich hohe Erfolgsquoten wie bei den längeren Implantatvarianten.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Da wir oft auf den Knochenaufbau und dessen notwendige, mehrwöchige Regenerationsphase verzichten können, wird die gesamte Behandlung deutlich kürzer. Unsere überweisenden Kollegen können die Implantate eher versorgen. Patienten kommen früher in den Genuss ihrer neuen,sicher sitzenden Zähne.

Redaktion: Neben dem Eingriff fürchten Patienten die hohen Kosten einer Implantatbehandlung.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Die kürzere Behandlungszeiten und der mögliche Verzicht auf einen Knochenaufbau führen zu niedrigeren Behandlungskosten. Umgerechnet auf die jahrelange Tragezeit einer Implantatversorgung ist die Investition für diese nicht höher als zum Beispiel eine Tageszeitung. Das minimal invasive Vorgehen, die verkürzte Operationsdauer und die reduzierte Belastung bei der Implantation der kleineren Implantate und letztendlich das Plus an neuer Lebensqualität sind für viele unserer Patienten die entscheidenden Kriterien für eine Behandlung mit Implantaten.

Redaktion: Patienten möchten ein sympathisches Lächeln schenken: ohne Lücken, mit schönen Zähnen. Mit den innovativen, kleineren Implantaten und dank moderner Behandlungsverfahren können die zertifizierten Implantologen Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange und Jörg Weyel mit ihren überweisenden Kollegen diesen Wunsch erfüllen. In vielen Fällen minimal invasiv und schonend - auch noch dann, wenn der Kieferknochen sich bereits zurückgebildet hat.

Herr Dr. Lange, Herr Weyel, wir danken für das Gespräch.

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